der Schatz in der Am elungsburg
Auf der Burg am Amelungsberge wohnte der reiche Graf Amelung. Seine Vorfahren hatten die Kreuzzüge mitgemacht und aus dem Orient große Schätze an Gold und Silber mitgebracht. Unter der Burg In einem tiefen Keller, der mit einer Falltür besonders gesichert war, bewahrte der Graf seinen Schatz auf.
Der Graf von Schaumburg hatte von diesem Schatz gehört und wollte ihn gerne haben. Er glaubte ihn am leichtesten zu bekommen, wenn sein Sohn die Tochter des Grafen Amelung heiraten würde. Deshalb schickte er einen Knecht mit einem Schreiben zur Amelungsburg und bat für seinen Sohn um die Hand der Tochter. Der Graf Amelung antwortete, daß seine Tochter niemals Gräfin von Schaumburg würde.
Einige Zeit danach wurde auf der Amelungsburg ein ungetreuer Knecht beim Diebstahl ertappt. Er wurde ausgepeitscht und aus der Burg gewiesen. Der Graf von Schaumburg nahm Ihn in seine Dienste und ließ sich von ihm Immer wieder von dem sagenhaften Schatz des Grafen Amelung berichten. Dem Schaumburger ließ der Gedanken an den Schatz keine Ruhe und er hielt ein zweites Mal um Amelungs Tochter an - und wurde wieder abgewiesen.
Zornentbrannt sann der Graf von Schaumburg jetzt zusammen mit dem ungetreuen Knecht auf Rache. In einer dunklen Nacht zog der Schaumburger vor die Amelungsburg und ließ seine Knechte von allen Seite brennende Pechkränze über die Mauern der stolzen Burg werfen. Bald stand die Bergfeste lichterloh In Flammen und Türme und Häuser stürzten zusammen. Kein Mensch konnte sich aus der brennenden Burg retten.
Nach Tagen sollte der Knecht dem Grafen von Schaumburg die Tür zu dem Schatzkeller zeigen. Aber die Steinhaufen von dem eingestürzten Mauerwerk lagen so hoch, daß der Eingang zum Schatzkeller nicht wiedergefunden werden konnte.
So wird der Schatz wohl noch heute in der Tiefe des Amelungsberges ruhen.
Schatzsucher sollen noch heute in die Ruinen der Amelungsburg (die jetzt Burg Roden genannt wird) begehrliche Blicke werfen.€
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